Verringerung der Emissionen um 20 % mit dem Methanindex
Kühe zu züchten, die dauerhaft weniger Methan ausstoßen, ist dank des brandneuen Methan-Index jetzt Realität.
Die Methanemissionen von Kühen sind eine der dringendsten Herausforderungen bei der Umstellung der Milchviehhaltung auf eine ökologische Landwirtschaft.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass 20 % der Methanproduktion einer Kuh auf ihre Genetik zurückgeführt werden kann. Das bedeutet, dass durch die Auswahl und Zucht von Kühen mit günstigen genetischen Merkmalen die Methanemissionen von Rindern um 20 % reduziert werden können.
Die Zuchtwerte für den Methan-Index sowie alle anderen Merkmale im Nordic Total Merit Index (NTM) werden von der Nordischen Zuchtwertschätzung für Rinder (NAV) berechnet, einer unabhängigen Organisation, die objektive, zuverlässige und wissenschaftlich fundierte Bewertungen gewährleistet. Die Aufgabe von NAV besteht darin, gemeinsame Zuchtwertschätzungen für Milch- und Fleischrinder in Finnland, Schweden und Dänemark durchzuführen und so einen einheitlichen nordischen Ansatz zur genetischen Verbesserung zu unterstützen.
Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat NAV sein gemeinsames Bewertungssystem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert, um Züchtern und Landwirten präzise Instrumente für nachhaltige und rentable Zuchtentscheidungen an die Hand zu geben. NAV befindet sich im Besitz der Mitgliedsorganisationen Landbrug & Fødevarer, Faba und Växa Sverige. Als unabhängige Bewertungsstelle garantiert NAV ein hohes Maß an Objektivität und Zuverlässigkeit bei den nordischen genetischen Bewertungen und Indizes für Rinder.
Ab dem Eigenleistungsprüfung im Mai 2025 werden die Methan-Zuchtwerte für alle nach 2008 geborenen VikingHolstein-Bullen berechnet. Die Methan-Indizes für VikingJersey- und VikingRed-Tiere werden im Jahr 2026 veröffentlicht.