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Farbe auf die weiden NordIrlands bringen

Als die Familie Longwell ihren Betrieb auf VikingRed umstellte, fanden sie heraus, dass sie das Milchvolumen aufrechterhalten und Inhaltsstoffe erhöhen konnten, und dabei zudem sowohl Gesundheit als auch Fruchtbarkeit so verbessern konnten, wie sie es niemals zu hoffen gewagt hatten.

Die Rasse einer Herde zu wechseln ist nichts für schwache Nerven und für Adam Longwell, der mit seiner Familie in der Grafschaft Tyrone Landwirtschaft betreibt, ein schrittweiser Prozess, der mit einer eingehenden Beurteilung der Leistung auf jedem Schritt des Weges durchgeführt wird. Mit seinen Eltern Derek und Kay und dem Großvater Bertie, der immer noch auf dem Betrieb Lisnagir in der Nähe des Dorfes Mountjoy involviert ist, war ihm die Last der Verantwortung auf seinen Schultern bewusst.

Als er jedoch vor einigen Jahren vom Greenmount College nach Hause zurückkehrte, wollte er mit einem neuen Denkansatz vor allem das Problem der Herdengesundheit aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Damals melkte er 180 Holstein Friesen und erinnert sich: „2015 hatten wir schwere Rückschläge wegen TB hinnehmen müssen und die Zahlen sahen nicht gut aus. Deshalb haben wir uns entschieden, uns über die Schwarzbunten hinaus um Ersatz für die Herde zu kümmern.

„Ich habe Artikel gelesen, mit Tierärzten gesprochen und über verschiedene Rassen recherchiert. Eine, die immer wieder in den Vordergrund trat und den Ruf hatte, besonders gesund zu sein, war VikingRed.

„Je mehr ich las, desto mehr gefiel mir, was ich entdeckte. Ich fand heraus, dass die Rasse nicht nur seit vielen Jahrzehnten wegen ihrer Gesundheit gezüchtet wurde, sondern auch für ihre Fruchtbarkeit und hochwertige Milch bekannt war. „Schließlich haben wir uns entschieden, ein Risiko einzugehen und unsere erste Fuhre VikingReds aus Dänemark gekauft”.

“Probably the best thing we ever did”

Er zog einen Fachhändler zu Rate und fand 2015 die erste Fuhre von 35 tragenden Färsen, die zu den vorhandenen schwarzbunten Färsen in der Herde kamen. „Als sie aus dem Transporter kamen wussten wir, dass sie gute Rinder waren - sie sahen alle gleich aus, waren alle gleich groß und genau die mittlere Art von Kuh, die wir wollten”, sagt er.

Da die dänischen Färsen innerhalb von sechs Wochen nach ihrer Ankunft im August und September 2015 kalben sollten, hatte erst die Hälfte von ihnen gekalbt, als die Familie entschied, dass sie mehr wollten. „Wie haben sehr schnell festgestellt, dass sie zu uns passen würden - die Euterödeme der Färsen entwickelten sich sehr gut, sie kalbten leicht ab, hatten schöne, einheitliche Kälber und der Milchertrag lag wie bei unseren Schwarzbunten bei rund 30 Litern pro Tag”, sagt er.

Adam Longwell und sein Vater entschieden sich dafür, selber nach Dänemark zu fahren, um den nächsten Viehbestand zu beschaffen und beschreiben die Reise als „wahrscheinlich das Beste, was wir je unternommen haben”. „Wir wollten sehen, wie die dänischen Landwirte füttern und bewirtschaften und aus ihren Erfahrungen lernen”, sagt er. „Als wir sahen, dass VikingRed-Herden 12.000 bis 13.000 Liter produzierten, waren wir sehr zuversichtlich, was ihr Produktionspotenzial angeht, obwohl unser Ziel nicht war, eine Hochleistungsherde zu haben.

„Die Landwirte haben uns auch Empfehlungen zu unserem Bestand gegeben. Die meisten rieten uns dazu, ihn reinrassig zu halten und den Stammbaumstatus beizubehalten, was uns helfen sollte, überzählige weibliche Tiere zu vermarkten, die wir eventuell verkaufen müssen”. Zurück in Nordirland kamen zwei weitere Transporte auf der Farm an, was das Verhältnis von roten und schwarzbunten Tieren in der Herde auf je rund 50 % Brachte.

Exceptional udder health

„Ob sie widerstandsfähiger gegen TB waren, konnte ich wirklich nicht sagen, da wir ungefähr noch ein Jahr lang Reaktoren hatten”, sagt er. „Aber was ich sagen kann, ist dass ihre Eutergesundheit außergewöhnlich gut ist und ich die Fälle von Mastitis an den Fingern einer Hand abzählen konnte. Vorher waren zu jeder Zeit immer ein oder zwei Kühe aus der Herde davon betroffen, aber bei VikingReds kommt Mastitis selten vor”.

Laut Joanna Cox von VikingGenetics ist die Eutergesundheit keine Überraschung. In den drei VikingGenetics-Ländern (Dänemark, Schweden und Finnland) liegt die Inzidenz klinischer Mastitis in VikingRed nur bei 8 % (erste drei Laktationen).

Sie sagt: „Seit vielen Jahren liegt der Zuchtschwerpunkt in diesen Ländern auf Mastitisresistenz und das ist eines von drei Merkmalen - einschließlich somatischer Zellzahl und Euterkonformität, die im Eutergesundheitsindex enthalten sind.
„Mit Gesundheitsaufzeichnungen und anderen Aufzeichnungen von 90 % der nationalen Herden, die zu diesem Index beitragen, weisen die vorhergesagten Übertragungsfähigkeiten (PTAs) für die Eutergesundheit eine hohe Zuverlässigkeit auf. „Dies und die Tatsache, dass die Eutergesundheit ein wichtiger Bestandteil des nationalen Zuchtindex Nordic Total Merit (NTM) ist, tragen alle zur kontinuierlichen Verbesserung der Eutergesundheit in der gesamten nationalen Herde bei”, sagt sie.

Aber das waren nicht die einzigen Vorteile für Lisnagir und Fruchtbarkeit galt als ein weiteres herausragendes Merkmal. „Wir haben jetzt unseren Samenverbrauch auf 1,7 Röhrchen pro Trächtigkeit reduziert, wobei hauptsächlich gesextes Sperma verwendet wurde. Das ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber unseren vorherigen Zahlen”, sagt Adam Longwell. „Das Mindeste, was wir jemals zuvor verwendet haben, waren 2,1 Röhrchen, bei denen dieselbe Eigenbesamung durchgeführt wurde, wie immer.

Big difference to profitability

„Wir haben festgestellt, dass die reinrassigen VikingRed-Bullenkälber einen leichten Bonus gegenüber den Holstein haben und mit 4-6 Wochen rund 140 Pfund einbringen, verglichen mit 80 Pfund für die Holstein in einem ähnlichen Alter”, fügt er hinzu. „Sobald wir allerdings der Meinung sind, dass wir genug Färsen gezüchtet haben, wechseln wir jetzt zu weiß-blauen Belgiern, die mit sechs Wochen für rund 300 Pfund verkauft werden. Wir haben bemerkt, dass den Roten die Kalbung eines größeren Kalbs leichter fällt, was wahrscheinlich an ihrem kräftigeren Körperbau liegt”, sagt er.

Klauen und Beine gelten auch als „die Besten, die wir jemals hatten”, obwohl es immer wichtig ist, „die Klauenpflege im Auge zu behalten”. Die vielleicht größte Überraschung war jedoch die Milchqualität, die den Milchpreis der Farm um 2,5-3 Pence pro Liter erhöht hat.

„Die zusätzliche Milchqualität ist ohne Volumenreduzierung oder Futtererhöhung entstanden”, sagt Adam Longwell. „Das hat sich erheblich auf die Rentabilität ausgewirkt, was in den letzten Monaten bei den niedrigen Milchpreisen sehr geholfen hat”.

Heute liegt die Produktion der Herde bei 9.000 Litern bei 4,5 % Fett und 3,6 % Eiweiß. Die Inhaltsstoffe sollten noch „ansteigen, wenn mehr VikingRed in die Herde kommen”. Bis Ende 2020 werden sie 90 % der 200-köpfigen Herde ausmachen und bis Ende nächsten Jahres auf 100 % steigen.

Die Produktion wird durch ein einfaches System unter Verwendung von automatischen Fütterungstoren und geschnittenen Silageblöcken sowie einer 20 %-igen Proteinmischung, die an Außenfutterstationen zugeführt wird, erreicht. Das Melken erfolgt über einen 22-er ATL Swingover Melkstand. „Die Langlebigkeit ist eine weitere Eigenschaft, die uns aufgefallen ist und trotz des Verlusts einiger TB-Reaktoren haben wir immer noch 70 der ursprünglichen 80 die vor fünf Jahren auf den Betrieb kamen”, sagt er. „Alle werden im August und September zum fünften Mal kalben und sie sehen aus, als würden sie noch fünf Jahre weitermachen”.

 

A renewed interest in breeding

Der Wechsel der Rasse hat auch ein erneutes Interesse an der Zucht geweckt, zusätzlich gefördert durch die genomische Prüfung einer Gruppe von Färsen, bei der einige rassenführenden Bestände innerhalb der Herde festgestellt wurden. „Ich verstehe jetzt auch die Blutlinien von VikingRed besser”, sagt er.

„Wir waren sehr zufrieden mit unseren Töchtern von VR Dalton, die als Färsen genug Milch gaben, aber in ihrer zweiten und dritten Laktation abhoben. „Jetzt verwenden wir genomische Bullen mit hohem NTM wie den Vater der Söhne VR Viljar und VR Fabu und hoffen, dass wir eines Tages sogar selbst einen Vater mit dem Potenzial zum Zuchtbullen züchten können”, sagt er.

„Alle hier sind sehr froh über die Umstellung und jetzt planen wir sogar die Modernisierung des Betriebs”, fährt er fort. „Sie können sich nicht vorstellen, wie viele Leute anhalten und mich fragen, was sie sind und bei unserer letzten Lieferung sagten drei unserer Nachbarn zu mir, dass sie die gleichen haben wollten.

„Meine Eltern und mein Großvater mögen das Vieh sehr und unabhängig von den Zahlen sagen sie, dass es schön ist, ein bisschen Farbe in die Landschaft zu bringen”, sagt er.

Fakten zum Betrieb Lisnagir

  • Sukzessiver Wechsel zu VikingReds vor fünf Jahren
  • Reduzierte Mastitisraten und Verbesserung von Klauen, Beinen und Langlebigkeit
  • Bessere Fruchtbarkeit reduzierte den Samenverbrauch auf 1,7 Röhrchen pro Trächtigkeit (gesextes Sperma)
  • Unverändertes Milchvolumen von 9.000 Litern aber höhere Inhaltsstoffe und Milchpreise
  • Die Futtermitteleingänge blieben die gleichen wie bei den Holstein
  • Ziel ist, die Umstellung auf ausschließlich VikingReds bis Ende 2021 abzuschließen