Dieser Artikel wurde ursprünglich am 10. Juni 2026 in „The Weekly Times Australia“ veröffentlicht
Autorin: Rachel Simmonds
Die Entscheidung vor 15 Jahren, der Genetik Priorität einzuräumen, hat dafür gesorgt, dass die Milchviehherde von Markus Lang heute herausragend ist. Markus bewirtschaftet zusammen mit seiner Frau Morgan und ihren drei Kindern im Alter von acht, fünf und zehn Monaten etwa 1.300 Milchkühe auf zwei Betrieben in Tatura.
Der Wandel ihrer heute überwiegend aus Holstein-Kühen bestehenden Herde begann vor 15 Jahren, als die Familie Lang zu VikingGenetics wechselte, einer Genossenschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Herden mithilfe wissenschaftlich fundierter Genetik zu verbessern.
„Wie viele andere damals setzten wir wegen der leichten Kalbung Jerseys anstelle von Holsteins ein und versuchten, genau die Tiere zu züchten, die wir uns wünschten“, sagte Markus.
„Idealerweise wollten wir Holsteiner für unsere Herde; im Nachhinein betrachtet lief etwas schief, wenn wir nicht Holsteiner anstelle von Holsteinerinnen einsetzen konnten.“
Die Familie begann, bei Färsen gesextes Sperma einzusetzen, und Markus war überzeugt, dass die Daten die Leichtkalbigkeit zuverlässiger vorhersagen könnten. Die Langs schlossen die diesjährige Herbstkalbung – sowohl bei Färsen als auch bei Kühen – mit 300 Kälbern ab und mussten nur zwei Kälber manuell entbinden.
„Früher waren wir jede Nacht auf den Beinen, um die Kühe beim Kalben zu beobachten, und jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir die Kühe um 21 Uhr kontrollieren und erst um 5 Uhr morgens wieder hingehen – und dabei darauf vertrauen können, dass alles in Ordnung ist“, sagte Markus.
„Früher war ich ständig dabei und habe eingegriffen, teilweise auch, weil wir das Gefühl hatten, dass wir es mussten.“ Was jetzt besonders hervorsticht, ist die Qualität der Herde.
„Früher haben wir eine Handvoll herausragender Tiere ausgewählt, heute sucht man sich eine Handvoll aus, die den Anforderungen nicht ganz gerecht werden“, sagte Markus.
Der Familienbetrieb hieß früher „Lang Dairies“ und wurde von seinem Vater Werner und seinem Bruder Phil geführt, bevor Markus und Phil den Betrieb auf ihre jeweiligen Unternehmen „Eight Mile Ag“ und „Q Milk“ aufteilten. Markus’ Eltern waren vor 40 Jahren aus der Schweiz nach Australien ausgewandert und hatten den Milchviehbetrieb gegründet.
Auf dem Bild: Markus Lang mit seinem Bruder Phil und seinem Vater Werner
Foto: Zoe Phillips / Newspix