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14 Jun 2021

VikingHolstein in der Kreuzungszucht

VikingHolstein in der Kreuzungszucht – wo es auf eine kleinere Größe ankommt!

Die Kuhgröße ist einer der zentralen Punkte bei der Verbesserung der Rentabilität Ihrer Kreuzungsherde. Größenunterschiede zwischen kombinierten Rassen können bei der Kreuzung eine Herausforderung darstellen. Wenn Sie eine einheitlichere Herde anstreben, sollten Sie sich die VikingHolstein-Bullen genauer anschauen, die sich durch ihre geringere Größe im Vergleich zu allen anderen Holstein-Bullen auszeichnen.

Der Gedanke, dass Holstein-Kühe zu groß für ihre Produktionsumgebung werden, ist aus globaler Sicht gesehen keine neue Debatte. Auch in den nordischen Ländern ist die Größe der Holstein-Kühe für einige Milcherzeuger ein Thema, das immer mehr Aufmerksamkeit erhält.

„Eine kleinere Kuh frisst weniger und ist somit wahrscheinlich effizienter“, sagt der leitende Zuchtmanager von VikingHolstein, Claus Langdahl. Weiterhin weist Langdahl darauf hin, dass die Liegeboxengröße ein weiterer Beweggrund ist, eine kleinere Milchkuh anzustreben.

„Viele Milcherzeuger sorgen sich auch darüber, dass die Kühe aus den Liegeboxen in den Ställen und Melkständen herauswachsen, was zu erheblichen Zusatzkosten und im schlimmsten Fall sogar zur Schlachtung führen kann“, erklärt er.

 

Die kleinste verfügbare Holstein-Kuh

Bei den Zuchtwerten für Größe hebt sich die VikingHolstein von anderen Holsteinpopulationen anderer Länder ab. Eine Zusammenfassung von Interbull über die 2012 und später geborenen töchtergeprüften Bullen zeigte, dass die VikingHolstein-Bullen den niedrigsten Zuchtwert für Größe aller Holsteinpopulationen der Welt haben.

Zusammengefasst hatten die VikingHolstein-Bullen einen durchschnittlichen Zuchtwert für Größe von 101, während die entsprechenden in den USA und Kanada geborenen Holstein-Bullen einen Wert von 113 bzw. 116 hatten. Damit ist die durchschnittliche VikingHolstein-Kuh ca. 2,5 cm kleiner als die durchschnittliche US-amerikanische Holstein-Kuh.

Manche werden einwenden, dass dieser Unterschied unbedeutend scheint. Da aber die Größe als das Merkmal mit der größten Erblichkeit gilt, sind die Auswirkungen der Verwendung des richtigen Holsteintyps über Generationen hinweg nicht zu unterschätzen.

VikingHolstein

Einheitlichere Kreuzungsherde mit VikingHolstein

VikingHolstein bringt bei der Kreuzung die rassespezifischen Merkmale wie Produktion und Euterform mit ein. Der Produktmanager von VikingCross, Hielke Wiersma, weist darauf hin, dass Unterschiede in der Größe zwischen den kombinierten Rassen eine Herausforderung bei der Kreuzung darstellen können.

„Die Herausforderung kann sein, dass die Rasse Holstein oft deutlich größer ist als die in einem Kreuzungssystem zusammen mit ihr eingesetzten Rassen“, erklärt er. Er sagt aber weiter: „Die VikingHolstein-Bullen sind in Bezug auf die geringere Größe im Vergleich zu allen anderen verfügbaren Holstein-Populationen etwas Besonderes.“

In der seit 10 Jahren laufenden Kreuzungsstudie aus Minnesota zeigten die ProCROSS-Kühe (Drei-Rassen-Kreuzung zwischen Coopex Montbeliarde, VikingRed und Holstein) im Vergleich zu reinen US-amerikanischen Holstein sowohl in der ersten als auch in der zweiten Laktation eine signifikant geringere Größe.

„Jede Kreuzung führt zu einer größeren Varianz bei der Größe, wenn Gene aus verschiedenen Rassen mit unterschiedlichen Durchschnittsgrößen gemischt werden. Wenn Sie jedoch eine größere Homogenität anstreben, könnte die kleinere VikingHolstein genau die richtige Wahl für Sie sein, wenn Sie Holstein in Ihrem Kreuzungsprogramm einsetzen“, so Wiersma.

 

Auswirkungen auf Größe und Gewicht der einzelnen Bullen

Es gibt auch unter den VikingHolstein-Bullen einen großen Unterschied in der Größe zwischen den einzelnen Bullen. Der hohe NTM-Bulle VH Bohemy ist beispielsweise ein Bulle, der eine deutlich kürzere Größe an seine Töchter vererbt als der durchschnittliche VikingHolstein-Bulle.

Die VH Bohemy-Töchter sind ca. 0,9 cm kleiner als die durchschnittliche VikingHolstein-Kuh und 4,5 cm kleiner als eine durchschnittlicher US-amerikanische Holstein. Dies ist ideal, wenn Sie einen Bullen für eine einheitlichere Größe in Ihrer Kreuzungsherde möchten.

Am anderen Ende des Spektrums fügt VH Bleech mit einem Zuchtwert für Größe von 120 im Durchschnitt 2 cm hinzu. Er sollte sehr vorsichtig in einem Kreuzungssystem eingesetzt werden, das aus Rassen besteht, die kleiner sind als die Holstein-Rasse.

ProCROSS

Erhaltungseffizienz in Kreuzungszuchtsystemen für Weidehaltung

Aber die Größe stellt nicht das Gesamtbild dar, da in einigen Kreuzungssystemen für die Weidehaltung das Gewicht mindestens genauso wichtig ist wie die Größe. Mithilfe von Daten aus einem groß angelegten AMS (Automatisches Melksystem) konnte VikingGenetics die Lebendgewichte von VikingHolstein-Kühen messen.

Dadurch wurde die Möglichkeit zur Schätzung von Zuchtwerten für die Erhaltungseffizienz geschaffen, die dem Körpergewicht entspricht. Neben der Stoffwechseleffizienz sind dies die treibenden Faktoren im Saved Feed Index.

Die durchschnittliche VikingHolstein-Kuh wiegt in den intensiven Produktionssystemen 545 kg in der ersten Laktation und steigt in der dritten Laktation bis auf 629 kg. Beim Zuchtwert für die Erhaltungseffizienz bedeuten +10 Einheiten für einen VikingHolstein-Bullen, dass eine durchschnittliche Tochter 15 kg weniger als eine durchschnittliche VikingHolstein-Kuh wiegen wird.

VH Bohemy hat beispielsweise eine Erhaltungseffizienz von 122, was mehr als 30 kg weniger Lebendgewicht gegenüber einer durchschnittlichen VikingHolstein-Kuh entspricht. Bei der Auswahl von Holstein-Bullen für VikingGoldenCross sollte die Erhaltungseffizienz als Selektionsinstrument berücksichtigt werden.


Text von Hielke Wiersma

Produktmanager, VikingCross

Sehen Sie hier die verfügbaren VikingHolstein-Bullen:
VikingGoldenCross