Skip to main content
Quick links

16 Dez 2022

Verringern Sie den CO2-Fußabdruck Ihres Milchviehbestands

Angesichts der steigenden Futterkosten und der zunehmenden Dringlichkeit, Ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, müssen Wege gefunden werden, die Effizienz und Produktivität Ihrer Herde zu verbessern.

Wenn Sie gezielt für verbesserte Futtereffizienz züchten, senken Sie nicht nur die Produktionskosten, Sie optimieren auch die Gesamterträge Ihres Betriebs. Zudem reduzieren Sie den CO2-Fußabdruck und Sie tragen zu einer klimaschonenderen Milchproduktion bei.

Effiziente und nachhaltige Herde VikingRed

Untersuchungen zu Treibhausgasen zeigen, dass durchschnittlich 6 % der Energie, die eine Kuh aufnimmt, für die Methanbildung aufgewendet werden. Dies variiert jedoch zwischen 2 und 12 % je nachdem, wie effizient die Kuh Futter in Milch umwandelt.

In den letzten zehn Jahren hat die Wissenschaft Möglichkeiten beleuchtet, wie die Reduktion der Methanemissionen dank einzelner wissenschaftlicher Disziplinen wie Tierernährung, Physiologie, Management und Genetik gelingen könnte.

Diese Ansätze umfassen:

  • Futtermittelzusatzstoffe zur Emissionsminderung (Tierernährung)
  • Ermittlung emissionsärmerer Tiere mit vergleichbaren Produktionswerten (Genetik)
  • Verbesserung der Tiergesundheit, Ersetzen von Tieren
  • Düngewirtschaft
  • Verringerung des Verbrauchs tierischer Erzeugnisse

Der eigentliche Vorteil der Genetik liegt nun aber darin, dass CH4-Reduktionen über Generationen hinweg kumulativ und dauerhaftsind. Bei einer Erblichkeit der Methan-Merkmale von etwa 0,20 ist die Genetik ein wichtiges Werkzeug zur Reduzierung des Kohlenstoff-Fußabdrucks der Milchindustrie.

Effiziente und nachhaltige Herde VikingHolstein

Erforschung von Methanemissionen in Dänemark

Siebenjährige Forschungsanstrengungen zu Methanemissionen in Dänemark sammelten über 26.000 CH4-Atemprotokolle von 647 Holstein-Kühen. Die Daten bestätigen, dass es im Viehbestand erhebliche Unterschiede gibt.

Die Methanintensität (Methan pro kg produzierter Milch) reicht von 1,9 bis 29,5 g CH4 pro kg produzierter ECM-Milch, wobei der Durchschnitt 9,2 beträgt.

Auch beim Methanertrag (Methan pro verbrauchter Futtermenge) gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Tieren, mit Werten zwischen 3,7 und 35,8 g CH4 pro kg DMI; hier beträgt der Durchschnitt 15,4.

Wie trägt die Zucht dazu bei, die gewünschten Methanwerte schneller zu erreichen?

Die dänische Studie bewertete drei unterschiedliche Szenarien für die Entwicklung des Selektionsindex:

  • Szenario 0 reine Selektion für energiekorrigierte Milch (ECM)
  • Szenario 1– einschließlich Restfutteraufnahme
  • Szenario 2– einschließlich Restfutteraufnahme und Methan

Der Selektionsindex, der die Restfutteraufnahme und Methan einschließt, würde eine erhebliche Reduktion der Restfutteraufnahme und der Restmethanproduktion ermöglichen, und zwar ohne größere Verluste bei der energiekorrigierten Milchproduktion

Effiziente und nachhaltige Herde VikingHolstein

Aus der Studie geht hervor, dass die Einbeziehung von Methan in das Zuchtziel dazu beitragen könnte, die gewünschte Verringerung des Methanausstoßes bei Milchvieh schneller zu erreichen.

In der Studie wurden auch die möglichen Auswirkungen einer Verringerung der Methanemissionen auf das Gesamtergebnis untersucht.

Die Aufnahme von Methan in den Selektionsindex führt zu einer Verringerung der Restmethanproduktion um 1,11 kg Methan pro Kuh und Jahr. Bei insgesamt 550.000 Milchkühen in Dänemark ergibt das 698 Tonnen CH4 oder 51,4 Kilotonnen CO2-Äquivalente (CO2e).

Die Einbeziehung von Methan in das Zuchtziel könnte der Milchwirtschaft alleine in Dänemark Einsparungen von 11 Millionen € pro Jahr bescheren.

Klicken Sie auf „+“, um die Studienergebnisse aufzurufen.

 

Szenario 0

 

Reine Selektion für ECM

Szenario 1

 

Einschließlich Restfutterauf-nahme

Szenario 2

 

Einschließlich Restfutterauf-nahme und Methan

ECM

4,67

4,65

4,58

Restfutter

auf-

nahme

0,30

0,28

0,23

Restmethan-

produktion

2,71

2,27

-0,88

 

1 Tonne CH4 = 84 Tonnen CO2 -Äquivalente (CO2e) über einen 20-jährigen Zeitraum mit potenziellem Treibhauseffekt

Wirtschaftliche Auswirkungen: 200 € pro Tonne CO2e

Quelle: Coralia I.V. Manzanilla-Pech, Rasmus B. Stephansen, Gareth F. Difford, Peter Løvendahl, Jan Lassen ‘Selecting for feed efficient cows will help to reduce methane gas emissions’. Veröffentlicht: Frontiers in Genetics, 26. Mai 2022

Die vollständige Studie finden Sie hier

Effiziente und nachhaltige Herde VikingHolstein

Zucht futtereffizienterer und klimaschonenderer Kühe

Die Studie belegt eine starke positive Korrelation zwischen Futtereffizienz- und Methanproduktionsmerkmalen (die genetische Korrelation zwischen dem Merkmal für Methanemissionen „Restmethanproduktion zu ECM (energiekorrigierte Milch) und MBW (metabolisches Körpergewicht)“ und dem Merkmal für Futtereffizienz „Restfutteraufnahme zu ECM und MBW“ beträgt 0,48). 

Dank dem Saved Feed Index sind Sie in der Lage, futtereffizientere und klimaschonendere Kühe zu züchten – ohne Kompromisse bei der Produktion, Gesundheit und Reproduktionsleistung Ihrer Kühe.

Hinsichtlich des Saved Feed Index weisen die Töchter von zwei Bullen mit einer Differenz von 20 Indexeinheiten einen Unterschied bei der Aufnahme von Trockenmasse (DMI) von 70–100 kg pro Laktation auf.

Ein EBV 120 bedeutet einen verringerten Futterverbrauch – kg DMI pro Jahr.

 

Viking Holstein

Viking Red

Viking Jersey

100 Kühe

16.400

19.600

13.400

200 Kühe

32.800

39.200

26.800

500 Kühe

82.000

98.000

67.000

1.000 Kühe

164.000

196.000

134.000

 

Effiziente und nachhaltige Herde VikingJersey

Langlebige Kühe nützen dem Klima

Gesunde und fruchtbare Kühe, die lange in der Herde leben, tragen dazu bei, die Klimabilanz der Herde zu verbessern. Langlebige Kühe gewährleisten nicht nur die Rentabilität und Verbesserung des Tierwohls, sondern tragen auch zur Verbesserung der Klimabilanz der Milch bei.

Der Grund dafür ist, dass die Klimabelastung durch die Aufzucht von Kühen auf eine höhere Lebensleistung verteilt werden kann.

Mit einer längeren Lebensdauer können Sie auch die Kosten für die Remontierung senken. Das trägt wesentlich zu einer klimaschonenderen Milcherzeugung bei, da Herden mit weniger Tieren, die zur Aufrechterhaltung der Milchleistung benötigt werden, weniger Methan produzieren und geringere Futterkosten verursachen.

Die erzielte genetische Verbesserung ist dauerhaft und gewünscht und nimmt im Laufe der Generationen weiter zu, was nicht zuletzt Ihre Gewinnspanne vergrößert.

Finden Sie effizienzsteigernde Bullen
Effiziente und nachhaltige Herde VikingRed

Melden Sie sich für unseren Newsletter für innovative Zucht an