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21 Jun 2022

Fortschrittliche künstliche Intelligenz steigert die Futtereffizienz von Milchviehherden

Dank modernster 3D-Kameras und einer 24/7-Futterüberwachung steht die Rinderhaltung potenziell vor einem Wandel.

 

Klimafreundlichere Kühe

Futtermittel wirken sich auf die Umwelt, den Tierschutz und das Geschäft mit Milchprodukten aus. Besitzer von Milchviehbetrieben benötigen Werkzeuge, um die effizientesten Kühe zu lokalisieren und ihre Widerstandsfähigkeit, Produktivität und Klimafreundlichkeit zu gewährleisten.

Einige Kühe sind besser darin, Futter in Fleisch und Milch umzuwandeln. Andere sind weniger effizient und verbrauchen zu viel Futter für die Aufrechterhaltung ihrer Körperfunktionen.

Kühe verwenden durchschnittlich 6 % der Energie auf die Herstellung von Methan statt Milch, wobei dieser Wert je nach Effizienz der Umwandlung von Futter zu Milch zwischen 2 und 12 % liegen kann. Daher ist ein Fokus auf dem CO2-Fußabdruck und der Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung.

VikingGenetics setzt alles daran, den CO2-Fußabdruck der Rinderzucht zu verringern.

„Durch den Ersatz durchschnittlicher europäischer Kühe durch Kühe von VikingGenetics werden 0,1 kg CO2 pro kg Milch eingespart. Auf anderen Kontinenten fallen diese Einsparungen mit etwa 0,33 kg CO2 pro kg Milch viel höher aus, was etwa 0,74 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr entspricht", sagt Chief Sales and Marketing Officer David Stenkær Ravnkilde.

„Es ist sinnvoll, Teil der Lösung zu sein. Wir müssen unser Wissen in dieses wichtige Bestreben einbringen. Mithilfe unserer Genetik sind beispielsweise indische Milchbauern dazu in der Lage, ihren Methanausstoß um 33 % pro Liter Milch zu reduzieren", fügt er hinzu.

 

Futtereffiziente Kühe = Einsparungen

  • Nordische Forschungsergebnisse belegen Einsparungen in Höhe von 200 € pro Jahr im direkten Vergleich der effizientesten gegenüber den am wenigsten effizienten Kühen.
  • Die Auswirkungen unserer Initiativen in den nächsten 10 Jahren entsprechen der Beseitigung von 50.000 Dieselfahrzeugen in Dänemark.
CFIT VikingRed
Die Art und Weise, wie Milchviehhalter Milch produzieren, ist von immer größerem Interesse. CFIT-Technologie und der Saved Feed-Index verhelfen unseren Milchprodukten zu einem grüneren Profil.

Anders Levring,
Vorstandsmitglied von VikingGenetics

Echtzeit-Daten zur Futteraufnahme

Der Index des eingesparten Futters (Saved Feed Index, SFI) basiert auf den Daten des Viehfutter-Aufnahmesystems (Cattle Feed Intake System, CFIT). Dieses fortschrittliche System verwendet 3D-Kameras, um die Futteraufnahme in der natürlichen Umgebung der Kühe während der Laktation zu überwachen und zu messen.

Wir konzentrieren uns auf die Futteraufnahme über ihre gesamte Lebensspanne hinweg und vergleichen sie mit anderen Rassen und Herden. Wir haben das Projekt 2015 ins Leben gerufen und erheben seit 2018 routinemäßig Daten.

Derzeit wird das CFIT-System bei 20 Herden angewandt und erfasst die Daten von 7.000 Kühen, darunter VikingHolstein, VikingJersey und VikingRed.

 

Daten der gesamten Laktation

Die Physiologie von Kühen verändert sich durch die Laktation dramatisch. Während der frühen Laktation geben viele Kühe, die zunächst keine Milch produzieren, plötzlich eine große Menge Milch. Es handelt sich um eine sehr unruhige Zeit für die Tiere. Während der mittleren und späten Laktation haben sich die Kühe bereits an die hohe Milchleistung und die entsprechende Futteraufnahme gewöhnt. Diese Änderung beeinflusst auch die Einschätzung des Zuchtwertes.

Um einen zuverlässigen Saved Feed Index erstellen zu können, müssen die entsprechenden Daten unbedingt für die gesamte Laktation verfügbar sein. Die Daten, die wir von CFIT-Nutzern erhalten, liefern während der gesamten Laktation Informationen.

Frühere Studien belegen, dass die Futteraufnahme während der frühen, mittleren und späten Laktation nicht eins zu eins miteinander verglichen werden können. Nur wenn wir die Daten aus der mittleren Laktationsperiode heranziehen, sehen wir eine Beeinträchtigung der Futtereffizienz — und nicht deren Verbesserung.

CFIT VikingHolstein
Zuchtbasierte Effizienzsteigerungen sind eine Win-Win-Situation. Durch die Auswahl der effizientesten Tiere kommt es zu einer höheren Produktion. Es gibt keine negativen Auswirkungen auf Gesundheit, Reproduktion oder Langlebigkeit.

Jan Lassen,
Senior Project Manager bei VikingGenetics

Wie funktioniert CFIT?

CFIT verwendet 3D-Kameras und künstliche Intelligenz, um Kühe zu identifizieren, ihr Gewicht zu schätzen, ihren Futterbedarf zu ermitteln und ihre Farbmuster und Körperformen zu erkennen.

Mithilfe von Kameras werden Aufnahmen von der Oberfläche der Futtermittel gemacht, um die Futteraufnahme über den Tag zu analysieren – eine Aufnahme, bevor die Kuh zum Futtertisch geht, und eine, nachdem sie diesen verlassen hat. Indem wir die beiden Aufnahmen miteinander vergleichen, quantifizieren wir das von jedem Tier aufgenommene Futter rund um die Uhr, und zwar das ganze Jahr über.

Die CFIT-Technologie ist ein ausgereiftes und komplexes System. Es ist keine einfache Aufgabe, alle Daten zum richtigen Zeitpunkt miteinander zu vergleichen.

„Es ist kompliziert und einzigartig, ein System zu erstellen, das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche funktioniert. Das war sehr zeitaufwendig“, sagt Jan Lassen, Senior Project Manager bei VikingGenetics.

Die Transformation des Milchkuhmanagements

Neben der effizienten Datenerfassung für verbesserte Futtereffizienz durch Züchtung lässt sich CFIT als leistungsstarkes, zukunftsträchtiges Managementinstrument für das Verhalten, die Fütterung und die Gesundheit von Kühen weiterentwickeln.

Weitere, dank ständiger 3D-Kameraüberwachung messbare Aspekte sind:

  • Lahmheitsprävention
  • Soziale Hierarchie
  • Fressverhalten

Auch eine Beurteilung der körperlichen Verfassung ist möglich. Auf dieser Grundlage können Landwirte benachrichtigt werden, wenn Kühe in einer beliebigen Laktationsphase vom idealen Körperzustand abweichen. Diese Daten können Landwirten bei täglichen Entscheidungen wichtige Einblicke bieten.

Anders Levring, Vorstandsmitglied von VikingGenetics, sieht großes Potenzial bei der Entwicklung der CFIT-Technologie als praktisches Zucht- und Managementinstrument. Diese Daten ermöglichen es Landwirten, die Leistung der Herde mit anderen Herden im System zu vergleichen.

Erfahren Sie mehr über den Saved Feed Index
CFIT cameras