Skip to main content
Quick links

Nachhaltige Kühe sind ein wesentlicher Bestandteil der Herde des Jahres 2020 in Schweden

Der Hof von Knutby Prästgård in Uppsala wurde von VikingGenetics in Schweden als Herde des Jahres 2020 ausgezeichnet. Ulf und Liselotte Carlsson und ihre beiden Söhne leiten den Milchviehbetrieb mit über 500 Kühen.

Der Hof von Knutby Prästgård in Uppsala wurde von VikingGenetics in Schweden als Herde des Jahres 2020 ausgezeichnet. Ulf und Liselotte Carlsson und ihre beiden Söhne leiten den Milchviehbetrieb mit über 500 Kühen.

Gestern wurde der Milchviehbetrieb der Carlssons während der Växa-Tage 2020 im nordschwedischen Umeå zur großen Freude und Zufriedenheit der Familie als Herde des Jahres 2020 ausgezeichnet. „Wir freuen uns über die Auszeichnung als Herde des Jahres. Das ist ein echter Ansporn für uns und wir sind entschlossen, weiterhin das zu tun, was wir für das Beste für unseren Betrieb halten“, sagt Ulf Carlsson, der zusammen mit seiner Frau Liselotte und zwei ihrer drei Kinder den Familienbetrieb leitet.

Seit der Übernahme Ulfs Eltern im Jahr 2002 haben die Carlssons auf viele verschiedene Arten und in unterschiedlichen Phasen mit der Modernisierung des Betriebs begonnen.

Der Hof ist seit 1965 im Familienbesitz, damals hatte sein Vater 40 Kühe. Ulf war einer von zwei Brüdern und hatte immer schon ein großes Interesse an der Landwirtschaft, mit einem Hauptaugenmerk auf Genetik. „Als kleiner Junge wollte ich immer von Kühen umgeben sein. Vielleicht liegt die Zucht auch in meinen Genen”, sagt er.

Die größte Veränderung auf Ebene der Betriebsführung erfolgte jedoch im Jahr 2014, als ein neuer Stall für die Herde gebaut und vier Melkroboter installiert wurden. Diese Erneuerungen beeinflusste ihre Zuchtstrategie und spornte die Familie an, sich auf eine klare genetische Strategie mit nachhaltigen Milchkühen in Ihrem Betrieb zu konzentrieren.

In der Eingangshalle des Stalls sieht man Auszeichnungen von preisgekrönten Kühen, als Erinnerung an die herausragenden Kühe, die dort gezüchtet werden. „Wir hatten einige Kühe, die wirklich großartig waren und dafür haben wir auch viel Lob erhalten”.

„Ich denke, der wesentliche Aspekt hierbei ist, dass wir nachhaltige Kühe produzieren. Darauf bin ich ziemlich stolz. Dann kommt natürlich die Milchmenge hinzu. Wir produzieren in etwa 11.800 kg ECM”, sagt er. Und er hat auch Recht, wenn es um Inhaltsstoffe geht, bei denen Knutby Prästgård mit 245 Milchkühen 4,4 % Fett und 3,6 % Eiweiß mit einem Rassenanteil von 60 % VikingRed und 40 % Holstein erzielt.

Bei der Auswahl der Merkmale des Nordic Total Merit (NTM) denkt Carlsson immer darüber nach, wie die Zucht von nachhaltigen Kühen mit hoher Produktion und hervorragender Gesundheit am besten fortgesetzt werden kann. Da die Kühe von den Robotern gemolken werden, sind Eutergesundheit, Klauen und Beine Merkmale, die er nicht ignorieren möchte. „Wir züchten die am besten geeigneten Kühe für die Roboter, ohne an Produktion zu verlieren oder die Kühe in eine unangenehme Situation zu bringen. Wir melken dreimal am Tag und daher sind Eutergesundheit und gute Beine ein zentraler Punkt, wenn wir Bullen auswählen”, sagt er.

Fokus auf Innovation

VikingGenetics hat für seine drei Heimatmärkte die Auszeichnung „Herde des Jahres” eingeführt: Dänemark, Schweden und Finnland. Die Gewinner sind Herden, die eine Vorreiterrolle bei der Zucht auf Innovation und Nachhaltigkeit einnehmen. Knutby Pråstgård wurde von Ida Hansson, ihrem Zuchtberater von Växa nominiert.

Die Familie Carlsson hat gezeigt, dass sie einen „allumfassenden“ Milchviehbetrieb haben, in dem Innovation und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Sie haben sich frühzeitig dem Gen-Vik-Projekt angeschlossen und ihren gesamten Viehbestand getestet, insgesamt mehr als 500 Kühe.

„Wir versuchen, möglichst die gesündesten Kühe zu haben, weil nur dies Rentabilität bringt. Je besser Ihre Tiere sind, desto besser ist der Preis für trächtige Färsen, wenn Sie sie verkaufen. Wenn eine Kuh jahrelang bei uns bleibt, bedeutet dies auch, dass wir höhere Einnahmen durch sie haben”, sagt er.

Die Tatsache, dass sie auf das nordische Zuchtziel hinarbeiten, kann auf verschiedene Weise gesehen werden: Das NTM-Niveau für weibliche Tiere ist wirklich gut. Bei einjährigen Färsen liegt VikingRed fünf Einheiten über dem Rassendurchschnitt, während ihre Holstein-Vergleichstiere siebeneinhalb Einheiten über dem Populationsdurchschnitt liegen.

Es ist nicht verwunderlich, dass VG im vergangenen Jahr 13 interessante Bullenkälber auf dem Hof getestet hat. In den vergangenen Jahren hat der Betrieb drei Bullen an VG verkauft: VR Fiction (geb. 2017), VR Gripar (geb. 2015) und VR Flaxe (geb. 2014). Im Jahr 2019 wurde eine Färse an VG verkauft, welche nun auf der VG-Anlage in Hollola für die Embryonenproduktion ist.

„Wir haben männliche Kälber an VikingGenetics verkauft und hatten immer gute Berater von Växa. Sie haben uns von Anfang an begleitet und von ihnen kam die Anregung nur allerbeste Bullen einzusetzen. Sie waren alle sehr in unsere Zuchtstrategie involviert”, sagt Ulf Carlsson.

Er erklärt, dass die Zuchtstrategie genomische Tests der weiblichen Tiere beinhaltet, um die besten und die weniger guten Kühe zu identifizieren und dass nun rund 40 % aus der letzten Gruppe mit Fleischbullen besamt seien. Sie ließen den Rest mit X-Vik besamen und wählten aus den Besten nochmals die besten weiblichen Tiere aus, um sie mit Vatertieren von Bullen zu besamen, damit die Bullen daraus in das Zuchtprogramm von VikingGenetics aufgenommen werden können.

Ulf Carlsson sieht überall Chancen und seine Vision und Leidenschaft für die Zucht lassen ihn mit Begeisterung über den nächsten Schritt nachdenken. Es zeichnet sich ab, dass Embryonen beständiger verwendet werden. Aktuell hat er fünf Embryonen von der Färse bestellt, die sie an das VikingEmbryo-Programm in Finnland verkauft haben. „Wenn ich mein Leben nochmals leben müsste, dann würde ich es absolut genauso leben”, fügt Ulf Carlsson hinzu.