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„In den gesamten zehn Jahren, seitdem ich ProCROSS-Tiere halte, musste nur drei mal der Tierartzt für sie kommen!"

Martin Mühlinghaus bewirtschaftet in der dritten Generation seinen Familienbetrieb „Ingelsbrucher Hof“ in Velbert, nahe Wuppertal in NRW.

Martin Mühlinghaus bewirtschaftet in der dritten Generation seinen Familienbetrieb „Ingelsbrucher Hof“ in Velbert, nahe Wuppertal in NRW. Am ersten Juni 2019 trat er offiziell die Nachfolge des elterlichen Hofs an, welcher in idyllischer Lage direkt auf einem Hügel liegt. Der Landwirt melkt aktuell 120 Kühe, mit Nachzucht befinden sich insgesamt etwa 250 Tiereauf dem Betrieb. Martin selbst, seine Mutter, sein sich mittlerweile in Rente befindlicher Vater, sowie eine Teilzeitkraft packen bei der täglichen Arbeit mit an.

Im Jahr 2014 begann die Familie mit dem Neubau des modernen Kuhstalls. Zwei Roboter von GEA ersetzten den vorhandenen Melkstand und vereinfachen seither die tägliche Arbeit.

Die Kühe haben ständigen Freigang, im Sommer stehen ihnen weitläufige Hangwiesen zur freien Verfügung. Im Stallbereich sorgen Liegeboxen mit Strohgemisch, sowie zahlreiche Kuhbürsten an verschiedenen Stellen für den Kuhkomfort. Aktuell liegt die Produktionsleistung der Herde bei 9500 kg Milch, mit 4,20 % Fett und 3,45 % Eiweiß.

Warum ProCROSS?

Seit etwa zehn Jahren befasst sich Martin bereits mit der Kreuzungszucht. Er wollte gern „frischen Wind“ in die Holstein-Herde seines Vaters bringen und kreuzte verschiedene Rassen zum „Ausprobieren“ mit ein.

„Nach und nach merkte ich, wie viel robuster die Kreuzungstiere waren. Nach dem Kalben standen sie gleich auf und waren fit. Die Holstein-Kühe dagegen brauchten danach viel mehr Zeit und waren anfälliger für Krankheiten“, sagt er.

Nach dieser Erkenntnis begann Martin sich intensiver mit dem Thema Kreuzungszucht zu beschäftigen. Er holte Informationen ein, begann im Herbst 2018 schließlich mit ProCROSS und entschied sich zunächst für das Einkreuzen von VikingRed.

Mittlerweile befinden sich etwa 38 ProCROSS-Tiere in seiner Herde, sowohl aus der F1-, als auch aus der F2-Generation. In diesem Jahr werden etwa 50 % der Tiere mit Montbéliarde besamt, die restlichen 50 % mit VikingRed.

„Mein Vater verstand zuerst nicht, warum ich die so gut laufende Herde umstellen wollte. Wir waren sechs Jahre in Folge der führende Betrieb in Bezug auf Herdenleistung im Kreisgebiet.

Ich wusste aber, dass diese Veränderung langfristig gut für uns sein würde, denn sie würde weniger Arbeitsaufwand mit besserer Leistung verbinden“, betont Martin. „Mittlerweile hat er meine Entscheidung akzeptiert, er hat sich seit seiner Rente aber nun aus allen administrativen Stallaktivitäten zurückgezogen“, fügt er hinzu.

Gesundheitswunder

„In den 10 Jahren, in denen ich schon kreuze, sowohl hobbymäßig als nun auch intensiv, hatte ich lediglich drei Mal den Tierarzt für die entsprechenden Tiere da“, sagt Martin stolz. Er ergänzt außerdem, dass lediglich ein Mal Milchfieber der Grund dafür gewesen sei. Bei den anderen Tieren habe er deutlich mehr Probleme mit Milchfieber.

Zudem betont der Landwirt, dass auch die Fälle von Klauenproblemen in seiner Herde drastisch zurückgegangen seien. Er sieht den Zusammenhang hier sowohl im neuen Stall, aber auch in der Robustheit seiner ProCROSS-Tiere. Stoffwechselprobleme seien ebenfalls kaum mehr Thema in seinem Stall.

„Mir ist besonders wichtig, dass meine Kühe gute Euter haben und damit geeignet für die Melkroboter sind, außerdem brauche ich Kühe mit guter Fruchtbarkeit. Wichtig ist mir auch, dass die Tiere besonders leichtkalbig sind“, sagt der Landwirt. Seine Bullen selektiere er aktuell nach Milchleistung und Inhaltsstoffen, da seine aktuelle Milchleistung von 9 500 kg in Zukunft auf 11 000 kg Milch steigen soll.

Leistungsstärke

Jeder Landwirt kennt die ein oder anderen Fruchtbarkeitsprobleme in seinen Herden. Kühe, die nicht aufnehmen, sind nicht wirtschaftlich und müssen ersetzt werden. Auch Martin kannte diese Probleme. Seit er aber mit ProCROSS begann, hat sich das Blatt für ihn gewendet.

„Bei der letzten Trächtigkeitsuntersuchung waren auf Anhieb 23/25 Kühen tragend“, sagt er stolz. Die Kombination aus guter Genetik und Brunsterkennung sei die perfekte Lösung für ihn.

Mit den ProCROSS-Tieren ist außerdem eine frühere Besamung möglich.
Während Martin seine Holstein-Färsen normalerweise erst nach 15 oder 16 Monaten besamte, sind die ProCROSS-Färsen bereits im Alter von 13-14 Monaten bereit.

Seine ProCROSS-Kühe heben sich sowohl optisch als auch leistungstechnisch von den Holstein-Tieren seiner Herde ab. Bei unserem Besuch fielen uns gleich die charakteristischen weißen Köpfe der ProCROSS-Tiere auf. Die Tiere sind kräftiger in der Grundsubstanz, haben laut Martin aber keinerlei Probleme mit den vorhandenen Liegeboxen. „Beim Öffnen der Melkroboter am Morgen sind die ProCROSS-Tiere stets die ersten, die in den Wartebereich drängen. Sie sind einfach unkompliziert und machen ihre Arbeit“, schwärmt Martin von seinen Tieren. Nach der vergangenen Weidesaison konnte Martin die Stärke der ProCROSS-Tiere klar erkennen. „Meine Holstein haben mir die Weidesaison eher übel genommen, die ProCROSS-Tiere waren da viel robuster und sahen allesamt gut aus“, beschreibt er.

Die Durchschnittsleistung einer Kuh seiner Herde beträgt im Schnitt 31 l. Die ProCROSS-Tiere allein haben einen Durchschnitt von 32 l, womit sie über dem Herdendurchschnitt liegen.

In der Aufzucht fällt dem Landwirt ebenfalls ein großer Vorteil der ProCROSS-Tiere auf: „Sie haben eine viel bessere Futterverwertung als die reinrassigen Holstein. Sie können beispielsweise qualitativ minderwertigeres Futter einwandfrei umsetzen. Die Holstein brauchen stets bestes und hochwertigstes Futter“, sagt er.

Abgesehen von Leistungsmerkmalen bestechen die ProCROSS-Tiere besonders durch ihre neugierige und eher anhängliche Art. Martin selbst beschreibt sie als „vorwitzig“ und erzählt uns amüsante Alltagsgeschichten, die er täglich mit diesen Tieren erlebt. Auch wir können bestätigen, dass die Tiere deutlich neugieriger und aufgeschlossener wirkten, während wir durch den Stall gingen.

Zukunftswünsche

Bei unserer Frage nach den Zukunftswünschen des Landwirts muss dieser keine Sekunde überlegen: „Ich will endlich die 11000 kg Milch erreichen“, sagt er lächelnd. Ausbauten des Hofs stehen ebenso auf seiner To-do-Liste, dazu gehört der Ausbau des alten Rinderstalls zu einer passenden Scheune für seine Maschinen.

Martin macht sich keine Sorgen über die Zukunft seines Betriebs. „Wir müssen einfach abwarten was auf uns zukommt“, sagt er. Sein Ziel ist es, seine Holstein-Herde vollständig durch ProCROSS-Tiere zu ersetzen. „Leider habe ich erst spät mit ProCROSS begonnen. Ich habe vorher einfach nicht davon gewusst“, bedauert er. Auf die Frage nach der Erfahrung mit VikingGenetics fasste Martin sich kurz: „Ich bin sehr zufrieden.“

Auch wir sind sehr zufrieden, unsere Genetik so erfolgreich und produktiv in deutscher Praxis zu sehen. VikingGenetics freut sich, Martin in seinem Kreis zu haben. Der Tag auf seinem Betrieb war sehr angenehm und lehrreich, wir bedanken uns herzlich für die Gastfreundschaft. Das Team von VikingGenetics wünscht Martin eine erfolgreiche Zukunft und freut sich auf viele weitere erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit!

Fakten

Name: Martin Mühlinghaus (Velbert, NRW)
120 Kühe (inkl. Nachzucht etwa 250)
Melkroboter
ProCROSS seit 2018 (aktuell 38 Tiere)
Aktuelle Produktionsleistung: 9500 kg (4,2 % Fett, 3,45 % Eiweiß)